Ein Blick in die Turmstuben-Bücher-Ecke: Juni 2014
Jürgen Kehrer: „Mord in Münster. Kriminalfälle aus fünf Jahrhunderten“, Verlag Waxmann Münster/New York 2000 (3)
Echte Mordfälle sind hier nacherzählt:
S. 9 (Vorwort):
Zwischen der ersten Geschichte aus dem Jahre 1588 und der letzten aus dem Jahr 1957 liegen fast vierhundert Jahre. So ist ‚Mord in Münster‘ auch eine kleine politische, juristische, Sitten- und Geistesgeschichte der Stadt Münster.
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Ein erneuter Blick in das Turmstuben-Bücherregal – mit Dank an Wilm Weppelmann für den Tip, auch Leuchttürme und ihre Wächter in die Recherche und Lektüre mit einzubeziehen!
Auch ein Leuchtturmwächter hat unter Umständen Zeit, genüsslich und viel zu lesen – so wie bei Tucholsky.
Und auch Musik spielt immer wieder für uns „Turm-Menschen“ eine wichtige Rolle.
Im Fouqué-Gedicht „Am gewaltigen Meer…“ hört man bereits beim reinen Lesen die donnernden Wellenklänge und den Gesang des Turmwächters durch die Nacht schallen… wundervoll!
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Wundervolles Kleinod 🙂 Auf der Suche nach Turm-Texten entdeckt – danke!
Ein Blick in die Turmstuben-Bücher-Ecke: Mai 2014
Gerhard Nebel: „Liebe auf den ersten Blick“
Dieses Buch fiel mir sofort auf – wegen des Türmers mit Horn auf dem Cover. Gefunden bei einem Secondhand-Geschäft in der Innenstadt Münsters.
Mit diesem Buch bewaffnet kann man einen schönen Stadtrundgang machen Weiterlesen
Herr Ulrich Löchner hat mir aus dem Nachlass seines Vaters ein Werk gesandt:
Friedrich Löchner „Das spricht Bände“. drei-ECK-Verlag Bochum 1999
Ich bin ihm dafür sehr dankbar. Er hatte in den Medien gehört, dass ich Gedichte und Geschichten mit Türmer- und Turmbezug sammel… und in dem genannten Buch seines Vaters findet sich so viel Wundervolles, das perfekt in meine Sammlung passt.
Einen Auszug möchte ich an dieser Stelle vorstellen! Die Vorlage bildet hier Goethes berühmter Türmer Lynkeus (siehe Faust II,V):
Lieder des Türmers (Metamorphosen) von Friedrich Löchner
I
Zum Planen geboren,
Zum Schaffen bestellt,
Dem Werke verschworen,
Gefällt mir die Welt.
Ich seh in die Ferne
Mit kunstvollem Plan,
Und hätte so gerne
Das Werk schon getan.
Ich seh‘ schon errungen
Die anmut’ge Zier,
Und weil mir’s gelungen,
Geling‘ ich auch mir.
Ihr glücklichen Hände,
Was je euch gelungen,
Es sei am Ende
Noch lange besungen!
(…)
V
Zum Tönen geboren,
Den Noten gesellt,
Den Klängen verschworen,
Gefällt mir die Welt.
Ich bring‘ sie zum Schwingen,
Zum Singen und Klingen,
Den einsamen Ohren
Gemeinschaft zu bringen.
In Leiden und Freuden
Bin ich zugegen,
Darf mich vergeuden
Und Sinne erregen.
Ihr glücklichen Hände,
Was je euch gelungen,
Es sei am Ende
Noch lange besungen!