Türmerin von Münster

direkt vom turm gebloggt

Oben gute Laune, unten gute Laune

Wer beim Titel meines Beitrags sofort eine Melodie im Kopf hat, ist wahrscheinlich jemand mit Kindern im nahen Umfeld. Oder war kürzlich auf einer einschlägigen Party am Ballermann o.ä.

Das Lied mit dem Refrain, der genau so beginnt, läuft gerade in meinem Kopf – obwohl hier oben auf dem Turm von St. Lamberti in der Turmstube kein Kind weit und breit ist, außer vielleicht meinem inneren 😀 Ganz ehrlich: Bei so viel Klimakatastrophe, Waldbränden, Dürre, Wassermangel, Kriegsmeldungen, nicht nachvollziehbaren Entscheidungen und allen Gleichzeitigkeiten dieser vernetzten Welt ist es schwierig, nicht die Hoffnung zu verlieren. Und da geht es mir sicher ähnlich wie den meisten meiner Vorgänger – jeder von ihnen hat ebenfalls Sorgen und Nöte erlebt und sich seine Gedanken dazu gemacht. Was uns Türmern aber ganz sicher hilft und immer geholfen hat: Dieser einzigartige Ausblick in die Sonnenuntergänge und das Wissen darum, dass Zeit unseres Leben dieselbe Sonne auch wieder aufgehen wird. Und das macht Hoffnung und manchmal sogar gute Laune…

Mehrere Gründe, euch mit guter Laune anzustecken, findet ihr im heutigen Artikel – nichtsdestotrotzundalledem…

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Neue Spuren aus Amalies Garten

Diese Pressemeldung* weckt natürlich das Interesse eines jeden Geschichts-Fans:

Eine Erdkloake war in früheren Zeiten eine unterirdische Grube für menschliche Fäkalien und auch Müll – lange bevor das System der Wasserklosetts erfunden und die Abfallwirtschaftsbetriebe gegründet worden sind 😉 Doch genau weil dort damals alles mögliche gelandet ist, gelten Erdkloaken der heutigen Archäologie als wahre Schatzkammern bzw. Zeitkapseln.

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Opa Stüer, Türmer von St. Lamberti

Wir machen heute einen Zeitsprung mitten rein ins Historytainment. Es geht um einen Mann, der Opa Stüer genannt wurde, einer meiner Vorgänger war, und darum, welcher Zufall mir ein privates Foto von ihm in die Hände spielte.

Im April 1942 starb der städtische Türmer von Münster. Sein Büro, die Turmstube auf der katholischen Stadt- und Marktkirche St. Lamberti, blieb zunächst, bis 1950, unbesetzt. Das erwies sich als richtige Entscheidung; denn im Jahr 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, wurde das Stadtzentrum rund um die Lambertikirche schlimm durch Bomben zerstört.

Das Stadtmuseum beschreibt dies so:

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Trompete und Hanse

Urlaubstage sind ideal, um sich intensiv den Spezialinteressen zu widmen. In meinem Fall ist das natürlich die Geschichte – insbesondere die Geschichte von Traditionen rund um Türmer und Türmerinnen. Welche tolle Begegnung ich kürzlich hatte, auf welche kommenden Highlights ich mich freue und welche Rolle die Hanse dabei spielt, das lest ihr im aktuellen Beitrag – direkt vom Turm gebloggt, in diesem Fall sogar von ZWEI Türmen…!

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Von Send bis Skulpturen …

… Nun ist das neue Jahr auch schon wieder einige Wochen alt. Und die Ereignisse da draußen überschlagen sich. In der Turmstube vergeht die Zeit zwar wirklich anders, aber mit dem Blick über die Wallhecken ist man auch hier mittendrin in Münster…

Da sich alles so schnell weiterdreht, ist es manchmal schwierig, ein vorbeifliegendes Thema zu erfassen, festzuhalten und die richtigen Wörter zu finden, um es nachhaltig zu beschreiben. Im Gedenken an alle Türmer vor mir bin ich zu dem Schluss gekommen, es wie sie zu halten: Münster, Brauchtumspflege, Tradition stehen an erster Stelle, und dann sofort weiterhin die Überführung dieser Themen und Werte in die heutige Zeit, eine gedankliche Brücke wird gebaut, und wenn auch alles andere uns irgendwie zu entgleiten droht – eines ist sicher: Das Tuten vom Lambertikirchturm.

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