Türmerin von Münster

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Ein Spaziergang im Sturm (Achtung: Kunst!)

Hoffentlich geht es euch allen gut und es gibt keine großen Sturmschäden zu beklagen!

Der Turm von St. Lamberti steht auch noch, wie eh und je seit der Vollendung 1898  trotzt er Wind und Wetter. Man fühlt sich hier oben fast wie an der Nordsee. Wenn unten in den Häusern alles dunkel wird und die Menschen schlafen gehen, stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn da anstelle des Prinzipalmarktes das Meer aufgewühlt toben würde. Die Möwen, die natürlich alle Emma heißen, würden in die Luft geworfen, taumelten, schwüngen sich hoch und stürzten in einem rasenden Sturzflug auf das Wasser nieder… inspiriert werde ich aktuell nicht allein durch das hiesige reale Wetter, sondern auch durch Marion Albrechts »Ein Spaziergang im Sturm«.

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Der erste Weihnachtsbaum – eine lebendige Erinnerung aus dem Münsterland des 19. Jahrhunderts

«Die allerschönste Winterpoesie knüpft sich an das Weihnachtsfest. Zu der Krippe in unserer Kirche wurden wir schon vor unserem schulpflichtigen Alter hingeführt, und wir bestaunten alles mit Entzücken, die Figuren in ihren bunten Kleidern aus Stoff, den strohgedeckten Stall unter den Tannen, Maria und Joseph, die so andächtig knieten, und das holdselige Kindlein, das so freundlich die kleinen Ärmchen ausstreckte…«

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Eine Totenleuchte für Franz Friedrich Wilhelm

Jetzt ist’s wieder die Zeit der Weihnachtseinkäufe, es riecht nach Gebäck (und Glühwein), und manch einem wird’s trotz allem zu trubelig dort unten. In Münster freilich gibt es sie noch, die ruhigen Ecken, wo man sich besinnen kann und innehalten im hektischen Laufe dieser seltsamen Welt. Einen ganz besonderen stillen Winkel meiner Wahlheimat Münster in Westfalen möchte ich euch hier vorstellen. Mitten in der Stadt …

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per aspera ad astra – Wilm zum Gedenken

Mein guter Freund, der Künstler – das menschliche Gesamtkunstwerk – Wilm Weppelmann ist verstorben. Er hinterlässt bei mir unzählige berührende Erinnerungen. Gerade noch habe ich über ihn geschrieben (hier, klick!)… so viel kreativen Input habe ich ihm zu verdanken.

Münster ohne Wilm? Das ist nicht vorstellbar, so viel hat er dieser Stadt geschenkt.

Wilm Weppelmann
Foto: Bettina Steinhoff

Dieser Beitrag soll eine spezielle Wilm-Episode erzählen, und er enthält zwei bisher unveröffentlichte Gedichte:

Als ich 2014 gerade ungefähr 4,5 Monate als Türmerin von Münster auf St. Lamberti war, lernten Wilm und ich uns kennen und er äußerte die Idee, eine Gedichtserie rund um den Turm zu konzipieren. Zur Inspiration war natürlich ein Turmbesuch wichtig – allerdings gab es diesbezüglich ein enormes Hindernis …

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