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Kategorie: Türmer und Historisches (Seite 52 von 59)

Die Glocken von St. Lamberti, Münster (6)

Überblick zum Thema „Die Glocken von St. Lamberti, Münster“:

(1) Lambertusglocke: 1493 – Gerhard van Wou, 2.400kg, c1+7

(2) Marienglocke: 1493 – Gerhard van Wou, 1.000kg, es1+7

(3) kleine Katharinenglocke: 1497 – Gerhard van Wou bzw. oft vermutet: sein Schüler Wolter Westerhues, 450kg, as1+7

(4) große Katharinenglocke: 1619 – Heinrich Caesem, 1.750kg, des+1

(5) Maria Droste zu Vischering (neue Marienglocke): 2008 – Petit&Edelbrock, 1.000kg, f1+7

In diesem nunmehr 6. Teil (von insgesamt 8) geht es um die Glocke zu Ehren des Seligen Niels Stensen und der Heiligen Edith Stein.

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Kurioses aus den Jahren 1880 und 1881

Zum Wochenende mit Sonnenschein noch ein wenig Staunen und Kopfschütteln:

Neulich bei der Recherche im Stadtarchiv… eigentlich auf der Suche nach etwas völlig anderem… Der Gang zum Mikrofilm-Gerät, die richtige Filmdose mit der Beschriftung „Westfälischer Merkur 1880-1881“ eingelegt, scharf gestellt, und los ging’s… da fiel mir so Dieses und Jenes ins Auge, woran ich die interessierte Leserschaft gerne teilhaben lasse – ein kleiner Einblick in die Recherchearbeit (auch bekannt als „Vom Hölzken aufs Stöcksken“):

Am 13 September 1880 gab es anscheinend eine Schlägerei, beteiligt waren 3 Artilleristen und 7 Zivilisten. Wer angefangen hat, ist nicht festzustellen. 

 

„15. Januar 1881: Ein fremder Mensch versuchte gestern vor Mauritzthor auf die Tochter eines hiesigen Postschaffners ein unsittliches Attentat. Er wurde aber verscheucht. Seine Identität ist festgestellt.“

 „4. März 1881: Der Besuch des Schloßgartens ist Kindern unter 10 Jahren ohne Aufsicht von Erwachsenen nicht mehr gestattet.“

 „5. April 1881: Kürzlich haben wieder mehrere Zigeunerbanden die hiesige Gegend unsicher gemacht. (…) Eine andere Bande (…) kam nicht so billig (…) davon, sondern wurde von den Bauern so weidlich durchgeprügelt, daß sie die Lust zur Wiederkehr dorthin so bald nicht anwandeln wird. Es dürfte doch nun endlich wohl an der Zeit sein, das Land von einer solchen Plage zu befreien.“

 „11. April 1881: Die ersten Schwalben haben sich, wie man beobachtet hat, wieder hier eingefunden.“

 

(sic!)

Wenn ich jetzt noch einmal jemanden sagen höre, früher sei alles besser und friedlicher gewesen . . . ähm – sind eigentlich schon die ersten Schwalben gesichtet worden? 😉

Übrigens: Die Artikel, nach denen eigentlich gesucht worden war, habe ich dann auch noch gefunden – doch das ist eine andere Geschichte, die vielleicht eines anderen Tages hier erzählt werden wird.

Turmstuben-Bücher April 2015

Im Monat März 2015 gab es keine Veröffentlichung zu Turmstuben-Büchern – der Februar war bemerkenswert kurz und die vorgenommene Lektüre dauerte länger. Aber nun! Alles neu macht der April: Auf dem Turm liegen bereit:

Reiner Stach: Kafka. Die frühen Jahre. S. Fischer, Frankfurt am Main 2014 (2)

Gerd Schroeder: Das Museum aus dem Nichts. Der Mühlenhof zu Münster in Gestalten und Geschichten. Ein Buch der Münsterschen Zeitung, C. J. Fahle GmbH, Münster 1980.

Michael Glawogger: 69 Hotelzimmer. Die Andere Bibliothek, Berlin 2015

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Jingle Bells in the Spring of 2015

Not „Jingle Bells“ in terms of „Winter Wonderland“, but „Jingle Bells“ in terms of music and, well, bells –

what I’m saying is: I’m really into music, as some of you might know. And, working on a church tower, just above the 8 bells, I am fond of that wonderful sound, and really into history and the deeper meaning of everything that surrounds me.

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Erst der Blick, dann der Schritt über die eigene Hecke…

Ein Freund von mir prägte den schönen bildstarken Begriff der „Heckenkultur“. Viele Menschen, auch durchaus kultur- und gesellschaftsinteressierte Exemplare, haben oft lediglich einen eingeschränkten Blickwinkel – und selbst ewig lang in Münster wohnende Menschen kennen manchmal gar nicht andere, ebenfalls ewig lang in Münster wohnende Menschen, die verblüffenderweise auf ganz ähnlichen Gebieten tätig sind… Da bedarf es ab und an eines Turmes, von dem aus der Blick über den eigenen Heckenrand leichter fällt und der idealerweise die verschiedenen/ähnlichen Heckenkulturen miteinander in Kontakt bringt!

Ich fasse in diesem Artikel verschiedene (längst nicht alle) Blicke der letzten Zeit über den Heckenrand zusammen und habe auch in einigen Punkten sogar mehr als einen Blick gewagt, nämlich einen Schritt…
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