Am 24. Mai 2014 fand Teil I der diesjährigen GrünflächenUnterhaltung auf Münsters Promenade statt (Teil II dann am 14. Juni 2014). Mit dabei als Musizierende TURMELODEI: Die Türmerin von Münster. Weiterlesen
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Am 24. Mai 2014 fand Teil I der diesjährigen GrünflächenUnterhaltung auf Münsters Promenade statt (Teil II dann am 14. Juni 2014). Mit dabei als Musizierende TURMELODEI: Die Türmerin von Münster. Weiterlesen
Ein erneuter Blick in das Turmstuben-Bücherregal – mit Dank an Wilm Weppelmann für den Tip, auch Leuchttürme und ihre Wächter in die Recherche und Lektüre mit einzubeziehen!
Auch ein Leuchtturmwächter hat unter Umständen Zeit, genüsslich und viel zu lesen – so wie bei Tucholsky.
Und auch Musik spielt immer wieder für uns „Turm-Menschen“ eine wichtige Rolle.
Im Fouqué-Gedicht „Am gewaltigen Meer…“ hört man bereits beim reinen Lesen die donnernden Wellenklänge und den Gesang des Turmwächters durch die Nacht schallen… wundervoll!
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Die hohe Kunst des Tutens. Zahlenmystik und Hintergründe.
Für die englische Version dieses Artikels klicken Sie bitte HIER.
Jeden Abend (außer dienstags) wird seit Jahr und Tag vom St. Lamberti-Kirchturm getutet. „Tuten“ ist das Fachwort, die Lautmalerei „Tuuuuuut“ beschreibt denn auch ziemlich genau die Töne, die aus dem Türmerhorn dringen – das tiefe C.
WeiterlesenEvery night (except tuesday) the Tuermerin von Muenster keeps guard from St. Lambert’s church.
From 8:45pm until 12:15am she stands watching on top of the neo-gothic tower as the city falls asleep.
She blows a huge horn every half hour from 9pm til midnight – long signals signify „everything’s alright, no fires a-burning, no foes at the imaginary gates“; short stopped signals mean „watch out! something strange and foul is going on within the inner city!“…
The signals are just like the bells of the churches (there are over 80 nearby churches from where I blog!) – at 9 o’clock, the Tooting goes:
„tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot“.
As one can see clearly by this example, we have (3 x 3) signals and there are pauses. Why?
Let’s see how the Tooting will sound at 10pm.
„tooooot, tooooot, tooooot (pause ) tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot, tooooot“
Okay, here we have (2 x 3) PLUS (1 x 4) „tooooot“. Let’s keep that in mind and move over to 11pm.
At 11pm the Tooting sounds like this:
„tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot“
Got it? (3 x 3) PLUS (1 x 2) – and what about 12pm?
You figured that one out already, didn’t you? It’s like
„tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot (pause) tooooot, tooooot, tooooot“
(4 x 3) !
The main number of Tootings is the „3“ – just think of the Holy Trinity and the theological virtues (Faith, Hope, Love)…!
The „2“ stands for Duality, Finitude, Contrariness (see Gen 1,1 in the Holy Bible – it starts with the second letter B – Bereschith; the relation between Egypt and The Land of Canaan… just look it up on your favourite SearchEngine!)…
And the meaning of the „4“: e.g. the fourth letter of the Hebrews is „Daleth“, the „door“ to the world or to heaven; the four original sins (The Fall of Man, Fratricide, The Flood, The Tower of Babel)…
Okay folks, and now something very mundane: One has to breathe whilst blowing the horn! 2 Tootings are easy, 3 ooookay, 4 dang! any longer and the Tuermerin might feel somewhat giddy 😀
Oh – and before I forget about the „half hour“-fact:
Every half hour the church bells go „DONG DONG“ – (2 x DONG) – because two quarters of the full hour have just elapsed… and the Tooting embraces that point with „toooot, toooot“.
Any more questions? No? Come on over some time and hear the Tooting going on at the foot of St. Lambert’s church in the center of the city of Muenster! You’ll love it just like I do! And if you drop me a line that you’re going to visit my town – I’m gonna toooooot even more beautiful and harmonious! Word!
Am 06.03.2014 gaben die legendären Zucchini Sistaz ein Konzert zum Auftakt des Internationalen Frauentages im hiesigen Stadtweinhaus (Veranstalterin: Frauenbüro der Stadt Münster). Als Überraschungsgästin kam am Ende die Türmerin hinzu und spielte Mandoline (Achtung Kalauer: „Fraudoline“ …). Vorher gaben die Zucchinis ein neues Liedgut zum Besten, das den Titel „Türmerin“ trägt – der Text ist von der unvergleichlichen Jule Balandat (Kontrabass und Gesang) eigens für Münsters Türmerin gedichtet worden und darf auf diesem Blog auf keinen Fall fehlen:
Türmerin (by Jule Balandat) – as sung by Zucchini Sistaz 2014
Wer sieht, was wo geschieht
Wem entgeht rein gar nichts in Münster
Weil das ne Menge Jahre in diesem Städtchen gewünscht war
Wacht zur Nacht, beschützt uns, funkt Herrn Sandmann
am Abend zur Schicht an
Wer wirkt 300 Stufen über den Köpfen
Erhoben, ein wachsames Amt, vor der letzten Halte
ganz oben.
Wer tutet so spät durch Wind und Nächte
voll Regen und Regen rege
allein von Bertis Dach:
Neuerdings ist unser Türmer, Türmer, Türmer, Türmerin
ehrenwertes Amt der Türmer, Türmer und jetzt Türmerin
tutet nördlich, westlich, südlich
meldet Unheil unverzüglich
Wir singen von der Türmer, Türmer, Türmer, Türmer, Türmerin
mit ihrer Karriere ist sie wahre Gipfelstürmerin
trotzt dem Wetter unermüdlich
das ist uns’re
Türmer, Türmer, Türmer, Türmer, Türmer, Türmer, Türmer Tümerin
Früher war der Türmer, Türmer, Türmer niemals Türmerin
wie mag es wohl der Türmer, Türmer, Türmer, Türmerin ergeh’n
jede Nacht, jede halbe Stunde
verkündet sie mit dem Signal, dass wieder mal kein Feuer
ausbrach, oder Unmoral.
Im Türmerzimmer steht gegen Einsamkeit ein Rundfunkempfangsgerät
und wenn sie’s im Mondenschein dort oben allein aufdreht
weiß sie wieder, wer ihr grün is
summt die Lieder der Zucchinis –
Die singen: Türmer-Türmer-Türmerin–Türmer-Türmer-Türmerin
und liegt ganz Münster schon im Bett drin
wird das Triplett
Geheim-Quartett
mit Türmer-Türmer-i-i-in.
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