Der März ist fortgeschritten, ein Buch darf noch mit hinauf in die Höhe des Lambertiturms, und das ist: Tadaaa –
Der wandernde TURMvon Sergej Prokofjew – welch wunderbare, fantastische Entdeckung! Auch Elke Heidenreich freut sich: Video-Link (Klick!)Und die WELT schrob darüber.
Die historischen Aufzeichnungen und Berichte aus Tagen, die keiner von uns miterlebt hat, geben doch immer wieder Anlass zum Staunen und Schmunzeln…
Wer hätte z.B. gedacht, dass Türmer verwarnt und bestraft worden sind, wenn sie ihr angetrautes Weibe und das Kleinkind in der Wiege mit in die Türmerstube nahmen und dann noch eine Kerze angezündet hatten?
So geschehen laut Strafprotokoll im Jahre des Herrn 1602 in Münster, Westfalen!
Während ich diese Zeilen schreibe, läuft eine Kassette (ja – eine Kassette, ein Mix-Tape sogar, ein Relikt aus der Zeit kurz nach dem Kartoffel-Krieg!) mit Songs des kürzlich verstorbenen David Bowie. Und bei „Changes“ sprudeln meine Gedanken geradezu über. In Kurzschrift-Hieroglyphen, die nur Türmer*innen verstehen, schreibe ich mit links so viele der flüchtigen Gedanken auf und tippe sie anschließend mit 7-8 Fingern beider Hände in das mobile Dienstendgerät von der Obstfirma.
Die Netzwerkerei birgt immer wieder freudige Überraschungen: Mich erreichte der Tipp, dass eine Sammlung eines gewissen Johannes RÖDIGER aus Münster, seines Zeichens in Erscheinung getreten als „Königlicher Hof-Maurermeister“, „Feuer-Societäts-Commissar“ und „Gerichts- und Feuersoz.-Taxator“, in den Katakomben der ULB (Universitäts- und Landesbibliothek Münster) schlummerte und nur auf mich wartete.
Und tatsächlich: Das Schlagwort „St. Lamberti“ kam in der Beschreibung der besagten Sammlung vor, und diese Recherche versprach, ergiebig zu sein…