Kategorie: Ankündigung (Seite 51 von 56)
Der Mai steht im Zeichen der unbekannteren literarischen Turmwächter.
Außer der Reihe aus aktuellen Gründen:
Daniela Danz: „Türmer“, Wallstein Verlag, Göttingen 2006 – im ersten Teil geht es um einen Jungen, der in einen Turm einzieht, weil sein Vater Türmer geworden ist. Die Autorin ist Kunsthistorikerin und Germanistin, hat auch sehr schöne Gedichte veröffentlicht, alles sehr zu empfehlen – am 8.5.2015 ist sie im Rahmen des LYRIKERTREFFENS in Münster zu Gast!
Diese weiteren drei Werke sollen im Laufe des Monats Mai betrachtet werden:
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Konrad Fleck: Flore und Blancheflur (Digitalisat)
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Marie (Maria Amanda) Gerner: Beim Turmwächter. Eine Erzählung für Jung und Alt.
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Fritz Lehner: Der Schneeflockenforscher.
Es begab sich aber zu einer Zeit, da die Türmerin von Münster über Kirchenglocken nachdachte, dass ihr Nachbar, der Bundespolizeipfarrer a.D. , Dr. H.-J. Vogelpohl, von der Pfarrkirche St. Johannis zu Billerbeck berichtete, und dass dort die hohe Kunst des Beierns gepflegt würde.
Zum Wochenende mit Sonnenschein noch ein wenig Staunen und Kopfschütteln:
Neulich bei der Recherche im Stadtarchiv… eigentlich auf der Suche nach etwas völlig anderem… Der Gang zum Mikrofilm-Gerät, die richtige Filmdose mit der Beschriftung „Westfälischer Merkur 1880-1881“ eingelegt, scharf gestellt, und los ging’s… da fiel mir so Dieses und Jenes ins Auge, woran ich die interessierte Leserschaft gerne teilhaben lasse – ein kleiner Einblick in die Recherchearbeit (auch bekannt als „Vom Hölzken aufs Stöcksken“):
Am 13 September 1880 gab es anscheinend eine Schlägerei, beteiligt waren 3 Artilleristen und 7 Zivilisten. Wer angefangen hat, ist nicht festzustellen.
„15. Januar 1881: Ein fremder Mensch versuchte gestern vor Mauritzthor auf die Tochter eines hiesigen Postschaffners ein unsittliches Attentat. Er wurde aber verscheucht. Seine Identität ist festgestellt.“
„4. März 1881: Der Besuch des Schloßgartens ist Kindern unter 10 Jahren ohne Aufsicht von Erwachsenen nicht mehr gestattet.“
„5. April 1881: Kürzlich haben wieder mehrere Zigeunerbanden die hiesige Gegend unsicher gemacht. (…) Eine andere Bande (…) kam nicht so billig (…) davon, sondern wurde von den Bauern so weidlich durchgeprügelt, daß sie die Lust zur Wiederkehr dorthin so bald nicht anwandeln wird. Es dürfte doch nun endlich wohl an der Zeit sein, das Land von einer solchen Plage zu befreien.“
„11. April 1881: Die ersten Schwalben haben sich, wie man beobachtet hat, wieder hier eingefunden.“
(sic!)



