30. März 2016: Internationaler „Mache-einen-Spaziergang-im-Park-Tag“. Spazierengehen soll ja gesund sein, und wenn man sich anschaut, wo die Menschen in Münster und im Münsterland spazierengehen, kann man das auch direkt glauben. Unsere Stadt und unser Land haben so vieles zu bieten, was glücklich und gesund macht! 😉
Die historischen Aufzeichnungen und Berichte aus Tagen, die keiner von uns miterlebt hat, geben doch immer wieder Anlass zum Staunen und Schmunzeln…
Wer hätte z.B. gedacht, dass Türmer verwarnt und bestraft worden sind, wenn sie ihr angetrautes Weibe und das Kleinkind in der Wiege mit in die Türmerstube nahmen und dann noch eine Kerze angezündet hatten?
So geschehen laut Strafprotokoll im Jahre des Herrn 1602 in Münster, Westfalen!
Während ich diese Zeilen schreibe, läuft eine Kassette (ja – eine Kassette, ein Mix-Tape sogar, ein Relikt aus der Zeit kurz nach dem Kartoffel-Krieg!) mit Songs des kürzlich verstorbenen David Bowie. Und bei „Changes“ sprudeln meine Gedanken geradezu über. In Kurzschrift-Hieroglyphen, die nur Türmer*innen verstehen, schreibe ich mit links so viele der flüchtigen Gedanken auf und tippe sie anschließend mit 7-8 Fingern beider Hände in das mobile Dienstendgerät von der Obstfirma.
Jetzt sieht man vielerorts wieder die bunten, kreativ geschmückten Wagen – die Karnevalsumzüge! Für jemanden wie mich aus dem Lande Weitweitweg ist dies ein recht exotischer Anblick, ich kann mir vorstellen, dass es auch vielen Studierenden genau so geht, die sich ebenso nicht dem karnevalistischen Reiz entziehen können. Vielleicht hat sich auch der eine oder die andere Zugezogene bereits über die Ankündigungen des sogenannten Ziegenbocks-Montags gewundert, und was es wohl mit dem Ruf „Hipp Hipp! – Meck Meck!“ auf sich haben mag…
Mich klärten vor zwei Jahren, als ich aus Weitweitweg nach Münster zog, einige nette Traditionalisten und Brauchtumspflegerinnen auf, und was ich dabei erfuhr, gebe ich nun gerne weiter.