Türmerin von Münster

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Kategorie: Türmerin und Skurriles (Seite 1 von 12)

„Herr sorge dafür, daß wir alle in den Himmel kommen, aber nicht sofort…“ – Ein Fake-Gebet?

Im „Komischen Volkskalender“ des Jahres 1854 verfasste der Publizist und Satiriker Georg Adolph Glasbrenner einen „Neujahrswunsch“.

Auf 29 Jahre später datiert (1883) ist ein „Neujahrsgebet“ des Münsteraner Pfarrers, Stadtdechanten von St. Lamberti und späteren Pästlichen Hausprälaten Hermann Josef Kappen.

Beide ähneln sich frappant…

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Licht und Pendel

Nacht für Nacht schaue ich über die Stadt Münster. So wie alle meine Vorgänger, die städtischen Türmer auf St. Lamberti, seit dem 14. Jahrhundert oder gar noch früher.

Und jede Nacht sieht es etwas anders aus – Sonnenuntergänge, das schwindende Licht des Herbstes, die sich weiterentwickelnden Baustellen, Ereignisse und mehr oder weniger Trubel; immer gibt es etwas zu entdecken.

Besonders gerne schaue ich in den Himmel und freue mich über die Sternkonstellationen und sonstigen Himmelskörper; der Mars ist nun schon eine ganze Weile richtig hell und deutlich über Wolbeck zu sehen.

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Turmstuben-Bücher Oktober 2018

Es ist Zeit für neue Bücher in der Turmstube – und so suche ich mir für den Oktober folgende Werke aus (ein Klick auf die Titel bringt euch zur jeweiligen Homepage des Verlags mit dem Titel):

1.) Peter Wittkampf, So also ist der Westfale. Westfalen-Versteher von 1474 bis heute. Longinus Verlag, Coesfeld 2018
 
2.) Claudia Seibert, 114 Skulpturenstücke. Jeden Tag ein Aquarell im Cinema neben*an vom 10.06.-01.10.2017. Daedalus Verlag, Münster 2017

3.)  Heike Hänscheid, Dunkle Geschichten aus Münster. Schön&Schaurig. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2018

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Der steinerne Küster und der lange Geselle (Turmstubenbücher Juli 2018)

[Auszug aus dem Turmstubenbuch des Monats Juli 2018:]

Lambertiviertel – schillernd seit eh und je

Schlank aufragend steht sie da und weithin unübersehbar, in der Mitte einer Ansiedlung von Menschen, die Lambertikirche mit ihrem die Wolken kitzelnden Turm. Anders als der breite und trutzige Paulusdom, der die Hauptkirche der Diözese Münster ist, will Sankt Lamberti die Rats- und Marktkirche der Bürger sein, sozusagen in mehr oder weniger frommer Konkurrenz zum benachbarten Dom des Bischofs.

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Sinnverwirrendes Orgelspiel macht Bürger rasend

Ist es nicht wirklich ein Scandal, daß im Mittelpunkt von Münster, einer civilisirten Stadt, der Hauptstadt Westfalens, Carroussels, Mordgeschichten etc. ihr Standplatz gewährt wird, die durch ihr sinnverwirrendes, betäubendes, zwerchfellerschütterndes, bis zum späten Abend andauerndes Orgel-Spielen, Singen u. Lärmen die umwohnenden Bürger zur Verzweiflung treiben, Kranken eine Geißel sind und endlich solche, die den ganzen Tag angestrengt geistig arbeiten müssen, rasend machen?

Quelle: Leserbrief vom 8. März 1883 im Westfälischen Merkur

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