Türmerin von Münster

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Johannes Brahms in Münster!

Neulich bei der Recherche im Stadtarchiv… Ein zufälliges Fundstück auf Mikrofilm – der von mir sehr geliebte Johannes Brahms war tatsächlich 1881 zu Gast in Münster!
Der alte Turm von St. Lamberti stand zu diesem Zeitpunkt noch, neigte sich aber bedenklich gen Westen, und es wurde im Stadtrat und der Kirche heiß diskutiert, wie man mit dem offensichtlich baufälligen Turm umgehen sollte; im selben Jahr entschied man sich für den Abbruch und Neuaufbau.
Ob Brahms wohl bei seinem Besuch in Münster den damaligen Türmer Joseph Buschkötter gehört haben mag? (Das Titelbild dieses Beitrages stammt von der Website klassika.info)

Alte Zeitungsartikel sind allein schon deshalb interessant, weil der Schreibstil und die Form uns heute so fern und fremd erscheinen, gleichzeitig nehmen sie mich genau dadurch geradezu gefangen.

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Die Glocken von St. Lamberti, Münster (6)

Überblick zum Thema „Die Glocken von St. Lamberti, Münster“:

(1) Lambertusglocke: 1493 – Gerhard van Wou, 2.400kg, c1+7

(2) Marienglocke: 1493 – Gerhard van Wou, 1.000kg, es1+7

(3) kleine Katharinenglocke: 1497 – Gerhard van Wou bzw. oft vermutet: sein Schüler Wolter Westerhues, 450kg, as1+7

(4) große Katharinenglocke: 1619 – Heinrich Caesem, 1.750kg, des+1

(5) Maria Droste zu Vischering (neue Marienglocke): 2008 – Petit&Edelbrock, 1.000kg, f1+7

In diesem nunmehr 6. Teil (von insgesamt 8) geht es um die Glocke zu Ehren des Seligen Niels Stensen und der Heiligen Edith Stein.

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Kurioses aus den Jahren 1880 und 1881

Zum Wochenende mit Sonnenschein noch ein wenig Staunen und Kopfschütteln:

Neulich bei der Recherche im Stadtarchiv… eigentlich auf der Suche nach etwas völlig anderem… Der Gang zum Mikrofilm-Gerät, die richtige Filmdose mit der Beschriftung „Westfälischer Merkur 1880-1881“ eingelegt, scharf gestellt, und los ging’s… da fiel mir so Dieses und Jenes ins Auge, woran ich die interessierte Leserschaft gerne teilhaben lasse – ein kleiner Einblick in die Recherchearbeit (auch bekannt als „Vom Hölzken aufs Stöcksken“):

Am 13 September 1880 gab es anscheinend eine Schlägerei, beteiligt waren 3 Artilleristen und 7 Zivilisten. Wer angefangen hat, ist nicht festzustellen. 

 

„15. Januar 1881: Ein fremder Mensch versuchte gestern vor Mauritzthor auf die Tochter eines hiesigen Postschaffners ein unsittliches Attentat. Er wurde aber verscheucht. Seine Identität ist festgestellt.“

 „4. März 1881: Der Besuch des Schloßgartens ist Kindern unter 10 Jahren ohne Aufsicht von Erwachsenen nicht mehr gestattet.“

 „5. April 1881: Kürzlich haben wieder mehrere Zigeunerbanden die hiesige Gegend unsicher gemacht. (…) Eine andere Bande (…) kam nicht so billig (…) davon, sondern wurde von den Bauern so weidlich durchgeprügelt, daß sie die Lust zur Wiederkehr dorthin so bald nicht anwandeln wird. Es dürfte doch nun endlich wohl an der Zeit sein, das Land von einer solchen Plage zu befreien.“

 „11. April 1881: Die ersten Schwalben haben sich, wie man beobachtet hat, wieder hier eingefunden.“

 

(sic!)

Wenn ich jetzt noch einmal jemanden sagen höre, früher sei alles besser und friedlicher gewesen . . . ähm – sind eigentlich schon die ersten Schwalben gesichtet worden? 😉

Übrigens: Die Artikel, nach denen eigentlich gesucht worden war, habe ich dann auch noch gefunden – doch das ist eine andere Geschichte, die vielleicht eines anderen Tages hier erzählt werden wird.

Turmstuben-Bücher April 2015

Im Monat März 2015 gab es keine Veröffentlichung zu Turmstuben-Büchern – der Februar war bemerkenswert kurz und die vorgenommene Lektüre dauerte länger. Aber nun! Alles neu macht der April: Auf dem Turm liegen bereit:

Reiner Stach: Kafka. Die frühen Jahre. S. Fischer, Frankfurt am Main 2014 (2)

Gerd Schroeder: Das Museum aus dem Nichts. Der Mühlenhof zu Münster in Gestalten und Geschichten. Ein Buch der Münsterschen Zeitung, C. J. Fahle GmbH, Münster 1980.

Michael Glawogger: 69 Hotelzimmer. Die Andere Bibliothek, Berlin 2015

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