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Schlagwort: Lamberti (Seite 1 von 3)

Mer losse d´r Dom en Kölle, denn do jehööt hä hin…

Nee, die Türmerin ist nicht karnevalstechnisch fremdgegangen – hier auf Lamberti heißt das immer noch „Münster Helau!“. Aber ein kleiner Städtetrip inklusive mannigfaltiges Stufensteigen ist auch mal ganz fein! Wir waren schon oft in Köln, standen schon oft staunend vorm Dom, gingen schon oft ehrfurchtsvoll in seinem riesigen Inneren umher, aber jedes Mal war der Turm gerade nicht zu begehen – zu spät, zu früh, zu dies, zu das… aber jetzt hat das endlich mal geklappt!


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Der Tutemann (Kinder, macht die Gardinen zu!)

Selbstverständlich gibt es ein Fernglas in der Türmerstube. Und selbstverständlich wird es auch benutzt – wenn ich Rauch sehe, muss ich ja schließlich schauen, ob und wo genau es brennt, damit die Kolleg*innen von der Feuerwehr zielgenau zum Löschen fahren können. In jeder gut sortierten europäischen Türmerstube stand oder steht ein Fernglas!

Fernglas St. Stephan

Zeiss-Fernglas des Türmers auf dem St. Stephansdom (Wien) ab 1931 (das Bild hängt in der Türmerstube St. Lamberti)

In einem beliebten Karnevalslied wird allerdings vorm Türmer mit Turmfalkenblick gewarnt:

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Sportlich, sportlich, Herr Schuhmann!

Am 24. März 1946 starb Carl Schuhmann im Alter von 77 Jahren.

Carl Schuhmann war ein gelernter Goldschmied – aber auch: der erste deutsche Olympia-Sieger. Geboren wurde er am 12. Mai 1869 in Münster; seine Eltern zogen mit ihm allerdings schon früh nach Köln, wo der Vater Kaserneninspektor war.

Ob der kleine Carl in Münster wohl mal den Türmer auf dem St. Lambertikirchturm tuten gehört hat? Z.B. 1878 (Carl war 9 Jahre alt), da wurde Joseph Buschkötter Türmer, er war derjenige, der den Neubau des Lambertiturms miterlebt hatte (und seine Ur-Enkelin lebt heute in Münster-Kinderhaus)… oder war Carl zu dem Zeitpunkt schon in Köln und hat die Domglocken gehört? Der „Dicke Pitter“ (die größte schwingende Glocke der Welt) im Kölner Dom ist jedenfalls erst nach dem I. Weltkrieg aus Thüringen gekommen…


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Turm-Meister

Der Turm-Meister von St. Lamberti zu Münster heißt Hilger Hertel. Dieser Name steht (neben dem des damals amtierenden Pfarrer Kappen) für den radikalen Stilbruch, als 1883-1889 auf der Stadt- und Marktkirche in Münster der neue Turm im neogotischen Stil errichtet worden ist. Hertel, das ist die Architektenfamilie, die zu den bedeutendsten ihrer Zeit gehört.

Der Lambertikirchturm gehört zu den renommiertesten Werken des Hertel’schen Architekturbüros.

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