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Schlagwort: Tradition (Seite 1 von 6)

Türmer von Sankt Lamberti wacht über die ganze Stadt

Jetzt habe ich eine Weile nachgedacht, was das nächste Thema für einen Beitrag sein kann auf diesem offiziellen Türmerin-Blog. Themen gibt es zuhauf – jedoch sind diese Zeiten so widrig, sie überlagern jedes Thema…

Doch nun, nach einer kleinen Umfrage unter meinen Leser:innen, möchte ich gerne etwas ohne Corona schreiben – etwas, das ich auch abseits dieser schrecklichen Pandemie schon länger aufschreiben wollte: Einen Auszug aus dem Buch „Münsters Originale. Die sich selbst ein Denkmal setzten“ von Gottfried Schäfers, erschienen 1983 im Fahle Verlag, Münster!


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Rosa Gelassenheit im Münsterland oder: Von Schwester Euthymia zum Flamingo (& Turmstubenbuch Januar 2021)

In diesem Blogartikel feiere ich die rosafarbene Gelassenheit.

Inmitten dieser schlimmen Pandemiezeit braucht es individuelle Zeichen der Hoffnung; mir hilft das verlässliche Tuten, dieses münsterische akustische Symbol von aktiv gelebter Tradition, die abendlichen Friedenssignale (Kein Feuer! Kein Feind!), die ritualisierte Turmzeit seit 1383.
Ich fahre mit der Leeze zum Turm, zähle die Stufen bis zur Türmerstube (300) und gebe allabendlich (außer dienstags) das von Zahlenmystik begleitete Hornsignal (Tuten) in die vorgegebenen Richtungen. Geradezu meditativ.
Was hat es jetzt mit der rosafarbenen Gelassenheit auf sich? Das erkläre ich im Folgenden…

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Schneeflöckchen, warme Söckchen

Am Tag, als ich diesen Artikel beginne, schneit es in Münster. Echte Flocken! Weiß und eiskalt! In die anfängliche Begeisterung mischt sich Sorge um alle, die auf Rollen und Rädern unterwegs sind – auch ich fahre mit der Leeze allabendlich mehrere Kilometer zum Turme, ich hoffe, wir alle bleiben sicher, gesund und munter – und bin in diesem Moment sehr froh über meine warmen Söckchen!

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Sperrstunde!

Das Tuten des Türmerhorns hebt sich deutlich vom Kirchenglockengeläut ab, es verkündet Feuer, Feind und Frieden – und Sperrstunde! So jedenfalls die Aufgabe im Spätmittelalter, und die Türmerin in Zeiten der Corona nutzt die abendliche Turmzeit und recherchiert, denn „Sperrstunde“ erinnert sie irgendwie an dieses „Lockdown“, von dem heuer immerfort die Rede ist…

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Goldene Tradition

Das erste seiner Art stammt aus wilhelminischer Zeit: Kaiser Wilhelm II. (Amtszeit: 1888-1918) besuchte am 29. August 1907 die Stadt Münster. Er reiste mit dem Zug an und trug sich in den legendären Band 1 ein:

Ins erste Goldene Buch, besetzt mit Juwelen, das extra für den Kaiser im Friedenssaal von Münster bereit lag. Im Jahr 2020 wird nun Band 8 dieser schönen Tradition aufgeschlagen…

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