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Schlagwort: Tradition (Seite 1 von 6)

Rosa Gelassenheit im Münsterland oder: Von Schwester Euthymia zum Flamingo (& Turmstubenbuch Januar 2021)

In diesem Blogartikel feiere ich die rosafarbene Gelassenheit.

Inmitten dieser schlimmen Pandemiezeit braucht es individuelle Zeichen der Hoffnung; mir hilft das verlässliche Tuten, dieses münsterische akustische Symbol von aktiv gelebter Tradition, die abendlichen Friedenssignale (Kein Feuer! Kein Feind!), die ritualisierte Turmzeit seit 1383.
Ich fahre mit der Leeze zum Turm, zähle die Stufen bis zur Türmerstube (300) und gebe allabendlich (außer dienstags) das von Zahlenmystik begleitete Hornsignal (Tuten) in die vorgegebenen Richtungen. Geradezu meditativ.
Was hat es jetzt mit der rosafarbenen Gelassenheit auf sich? Das erkläre ich im Folgenden…

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Schneeflöckchen, warme Söckchen

Am Tag, als ich diesen Artikel beginne, schneit es in Münster. Echte Flocken! Weiß und eiskalt! In die anfängliche Begeisterung mischt sich Sorge um alle, die auf Rollen und Rädern unterwegs sind – auch ich fahre mit der Leeze allabendlich mehrere Kilometer zum Turme, ich hoffe, wir alle bleiben sicher, gesund und munter – und bin in diesem Moment sehr froh über meine warmen Söckchen!

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Sperrstunde!

Das Tuten des Türmerhorns hebt sich deutlich vom Kirchenglockengeläut ab, es verkündet Feuer, Feind und Frieden – und Sperrstunde! So jedenfalls die Aufgabe im Spätmittelalter, und die Türmerin in Zeiten der Corona nutzt die abendliche Turmzeit und recherchiert, denn „Sperrstunde“ erinnert sie irgendwie an dieses „Lockdown“, von dem heuer immerfort die Rede ist…

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Goldene Tradition

Das erste seiner Art stammt aus wilhelminischer Zeit: Kaiser Wilhelm II. (Amtszeit: 1888-1918) besuchte am 29. August 1907 die Stadt Münster. Er reiste mit dem Zug an und trug sich in den legendären Band 1 ein:

Ins erste Goldene Buch, besetzt mit Juwelen, das extra für den Kaiser im Friedenssaal von Münster bereit lag. Im Jahr 2020 wird nun Band 8 dieser schönen Tradition aufgeschlagen…

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Unser MünsterLand Moment

In diesen schwierigen Zeiten der Pandemie ist es wichtig, die kleinen und großen Wunder und Freuden ganz bewusst wahrzunehmen. Ich tute weiterhin jeden Abend die Friedenssignale auf St. Lamberti über die Dächer der Friedensstadt Münster und freue mich am Ausblick und an manch winkenden Flanierenden. Ich bin dankbar für diesen besonderen Arbeitsplatz, dessen Tradition bis weit ins 14. Jahrhundert reicht. Das sind meine positiv besetzten Momente.

Wenn ihr euch auch nach schönen Momenten sehnt und euch vorstellen könnt, unter den aktuell geltenden Sicherheitsregeln eine Tour ins Münsterland zu machen, so möchte ich euch etwas empfehlen, was ich selbst ziemlich klasse finde: 

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