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Kategorie: Türmer(in) und Presse (Seite 7 von 9)

Feurio! Türmen für Fortgeschrittene

„Türmerin entdeckt Feuer“ schlagzeilte die Zeitung und berichtete, einer Pressemeldung der Feuerwehr Münster folgend, wie ich am Montag, 11. Juli 2016, eine Qualmentwicklung genau beobachtete und den Kollegen meldete, die sich daraufhin aufmachten, um unsere Stadt zu retten – selbstverständlich erfolgreich.
Diesen Anlass möchte ich nutzen, um einen kleinen Exkurs ins Türmerische zu starten… Weiterlesen

Etappenziel der „Tour des tours“: Stuttgart

Portrait eines besonderen Turmes / Stuttgart als ein Ziel der langjährig angelegten Türme-Europas-Tour der Türmerin von Münster („Tour des tours“):

Das Wahrzeichen der Stadt Stuttgart, der Fernsehturm, war 1956 der allererste seiner Art. Konzipiert als architektonische Pionierleistung – eine 217m hohe Betonnadel mit Bienenkorb statt der bis dahin üblichen Stahlgittermasten – von Bauingenieur Fritz Leonhardt (1909-1999) und Architekt Erwin Heinle (1917-2002), hat der Turm in 150m Höhe eine Aussichtsplattform, außerdem gab es ein Café und ein Sterne-Restaurant.

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Johannes Brahms in Münster!

Neulich bei der Recherche im Stadtarchiv… Ein zufälliges Fundstück auf Mikrofilm – der von mir sehr geliebte Johannes Brahms war tatsächlich 1881 zu Gast in Münster!
Der alte Turm von St. Lamberti stand zu diesem Zeitpunkt noch, neigte sich aber bedenklich gen Westen, und es wurde im Stadtrat und der Kirche heiß diskutiert, wie man mit dem offensichtlich baufälligen Turm umgehen sollte; im selben Jahr entschied man sich für den Abbruch und Neuaufbau.
Ob Brahms wohl bei seinem Besuch in Münster den damaligen Türmer Joseph Buschkötter gehört haben mag? (Das Titelbild dieses Beitrages stammt von der Website klassika.info)

Alte Zeitungsartikel sind allein schon deshalb interessant, weil der Schreibstil und die Form uns heute so fern und fremd erscheinen, gleichzeitig nehmen sie mich genau dadurch geradezu gefangen.

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Kurioses aus den Jahren 1880 und 1881

Zum Wochenende mit Sonnenschein noch ein wenig Staunen und Kopfschütteln:

Neulich bei der Recherche im Stadtarchiv… eigentlich auf der Suche nach etwas völlig anderem… Der Gang zum Mikrofilm-Gerät, die richtige Filmdose mit der Beschriftung „Westfälischer Merkur 1880-1881“ eingelegt, scharf gestellt, und los ging’s… da fiel mir so Dieses und Jenes ins Auge, woran ich die interessierte Leserschaft gerne teilhaben lasse – ein kleiner Einblick in die Recherchearbeit (auch bekannt als „Vom Hölzken aufs Stöcksken“):

Am 13 September 1880 gab es anscheinend eine Schlägerei, beteiligt waren 3 Artilleristen und 7 Zivilisten. Wer angefangen hat, ist nicht festzustellen. 

 

„15. Januar 1881: Ein fremder Mensch versuchte gestern vor Mauritzthor auf die Tochter eines hiesigen Postschaffners ein unsittliches Attentat. Er wurde aber verscheucht. Seine Identität ist festgestellt.“

 „4. März 1881: Der Besuch des Schloßgartens ist Kindern unter 10 Jahren ohne Aufsicht von Erwachsenen nicht mehr gestattet.“

 „5. April 1881: Kürzlich haben wieder mehrere Zigeunerbanden die hiesige Gegend unsicher gemacht. (…) Eine andere Bande (…) kam nicht so billig (…) davon, sondern wurde von den Bauern so weidlich durchgeprügelt, daß sie die Lust zur Wiederkehr dorthin so bald nicht anwandeln wird. Es dürfte doch nun endlich wohl an der Zeit sein, das Land von einer solchen Plage zu befreien.“

 „11. April 1881: Die ersten Schwalben haben sich, wie man beobachtet hat, wieder hier eingefunden.“

 

(sic!)

Wenn ich jetzt noch einmal jemanden sagen höre, früher sei alles besser und friedlicher gewesen . . . ähm – sind eigentlich schon die ersten Schwalben gesichtet worden? 😉

Übrigens: Die Artikel, nach denen eigentlich gesucht worden war, habe ich dann auch noch gefunden – doch das ist eine andere Geschichte, die vielleicht eines anderen Tages hier erzählt werden wird.

Karl der Erste

Recherchieren und in der Vergangenheit stöbern ist nicht nur äußerst erhellend, in manchem Falle spürt man geradezu eine tiefe Verbundenheit, so auch ich zu meinem Vorgänger im Amte, Karl Greuling, er war 1950-1958 Türmer, und sprang 1960 noch einmal für mehrere Monate ein, nachdem Franz Beiske nach nur 2 Jahren im Türmeramt verstorben war.

Bildarchiv Volkskundliche Kommission für Westfalen

Quelle: www.lwl.org

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