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Schlagwort: Lambertikirche (Seite 1 von 2)

#StMartin2020

Das Jahr 2020 stellt die Erdbevölkerung vor große Herausforderungen. Die Corona-Pandemie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Verzicht aus Rücksichtnahme ist eines der Gebote der Stunde – so fallen auch die traditionellen Martinsumzüge aus; oder besser ausgedrückt: Statt Laternenumzug werden an diesem Martinstag die Laternen in die Fenster gestellt! Unter dem Hashtag #StMartin2020 werden die Fotos im Internet geteilt, die Aktion startete das Bistum Limburg.

Münsters größte Laterne ist in diesem Jahr die Spitze der St. Lambertikkirche, rot beleuchtet, eine Laterne für ganz Münster!

Lambertikirchturmspitzenbeleuchtung zu St. Martin 2020, Foto: m-ART-je
Lambertikirchturmspitzenbeleuchtung zu St. Martin 2020, Foto: m-ART-je (von schräg unten auf der Galerie rund um die Turmstube fotografiert – habt ihr bessere Fotos? Vielleicht vom Prinzipalmarkt aus aufgenommen? Bitte teilt sie mit mir!)

Im Jahr 2017 war COVID-19 noch kein Thema, in dem Jahr war ich drei Jahre lang Türmerin von Münster und schrieb einen Artikel über den Tag des Heiligen Martin von Tours, der Namengeber von Martin Luther und auch von meinem Opa gewesen ist. Diesen Artikel möchte ich noch einmal mit euch teilen:

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Ein vergangenes romantisches Stück Altmünster…

… Und wer heute den Verkehr sieht, der über [diesen] Platz dahinflutet, der kann nicht anders als dem beistimmen, daß Münsters Drubbel leider als Opfer der werdenden Großstadt fallen musste.

Zitat aus: Peter Werland, Unser alter Drubbel. In: Das schöne Münster. 13. Jahrgang, Heft Nr. 8 / August 1941

Dieser Satz entstammt dem Jahr 1941. Der Autor Peter Werland hat vorweggenommen, dass der Verkehr tatsächlich immer mehr Raum beansprucht; in unseren Tagen fahren Automobile, Busse, Leezen, E-Scooter, Kutschen mit unsichtbaren Pferden, Kutschen mit sichtbaren Pferden, Rikschas, … um die peselnden Fußgänger*innen herum, sicherlich deutlich mehr als noch 1941. Und was hat es mit dem Drubbel auf sich?

Das schöne Münster. August 1941. Unser alter Drubbel. Peter Werland.
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Großdemo, Restaurant-News, Türmer-Eid und echter münsterscher Hansegeist!

Am 20. September 2019 haben in Münster über 20.000 Menschen für den Klimaschutz demonstriert. Gleichzeitig war PARK(ing) Day. Diese vielen friedlichen Aktiven wären bestimmt ein toller Anblick vom Turm der Lambertikirche aus gewesen – allerdings fand die Großdemo natürlich außerhalb meiner Dienstzeit statt, damit ich als Privatperson und Musikerin (Klick!) mitten drin sein konnte!
Auf der Seite von Fridays for Future Münster kann man spektakuläre Drohnen-Aufnahmen (mit St. Lamberti!) sehen (Klick!).

Spektakuläre Ausblicke habt ihr jetzt auch vom Stadthaus 1 aus: Das Restaurant „1648“ (nach dem Westfälischen Friedensschluss) in den obersten Etagen ist fertiggestellt (Klick!)! Nicht ganz auf Augenhöhe mit der Türmerstube, aber wirklich wunderschön. Und leckerste Grotemeyer-Kuchen und -Torten gibt es auch, hier lebt das Traditions-Café nämlich weiter, denn das Original auf der Salzstraße schließt leider seine Pforten (Hans im Glück mietet nun auch den oberen Teil).

Soviel zu den aktuellen Entwicklungen in Münster – und nun habe ich eine äußerst nette historische Geschichte für euch:

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Glockenläuten für den Frieden

Früher – noch gar nicht so lange her – wurden bestimmte Glocken vor allem zur Gefahrenabwehr geläutet, eine besondere Position nimmt hierbei das Wetterläuten ein.

Glockengeläut sollte Gewitterwolken hinfort fegen – manchmal scheint das wohl auch funktioniert zu haben, die Tradition hielt sich jedenfalls eine ganze Weile, und in einigen Gegenden Süddeutschlands oder im österreichischen Alpenraum sollen auch heute noch Glocken samt ihren lateinischen Inschriften allerlei Wetterkapriolen abwehren.

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Der steinerne Küster und der lange Geselle (Turmstubenbücher Juli 2018)

[Auszug aus dem Turmstubenbuch des Monats Juli 2018:]

Lambertiviertel – schillernd seit eh und je

Schlank aufragend steht sie da und weithin unübersehbar, in der Mitte einer Ansiedlung von Menschen, die Lambertikirche mit ihrem die Wolken kitzelnden Turm. Anders als der breite und trutzige Paulusdom, der die Hauptkirche der Diözese Münster ist, will Sankt Lamberti die Rats- und Marktkirche der Bürger sein, sozusagen in mehr oder weniger frommer Konkurrenz zum benachbarten Dom des Bischofs.

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